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Freigänger 1

Falco ist ein wunderschöner, stattlicher Kater. Er weiß was er will und auch, was er nicht will. Er will raus, er will nicht eingesperrt sein: Erst wollte er raus, aus der Quarantäne, nun raus aus seinem Zimmer im Katzenhaus. Kaum hatten wir ihn in eines der Vermittlungszimmer gesetzt, stand er an der Tür und wollte wieder auf den Flur, oder in den Außenzwinger. Verschlossene Türen mag er nicht.

Falco lässt sich auf den Arm nehmen, schmust, streicht einem aufgeregt um die Beine, räkelt sich gemütlich auf einem Kratzbaum in der Sonne. Klingt toll oder?

Falco beißt aber auch mal zu, wenn ihm etwas nicht passt. Hier im Tierheim fehlt ihm sein Bewegungsfreiraum. Er ist unausgeglichen und aufgeregt – das Leben hier ist mit der Freiheit, die er vermutlich vorher genoss nicht zu vergleichen.

Wir suchen für ihn ein Zuhause bei Menschen mit Katzenerfahrung – das hist hier eine wichtige Vorausseztung! Menschen ohne Kinder, ohne andere Tiere. Falco teilt sich sein Zimmer hier mit Artgenossen, aber auch sie bekommen seine Unausgeglichenheit gelegentlich zu spüren.

In einem richtigen Zuhause – nach der Eingewöhnung! – wird Falco wieder zur Ruhe kommen und seinen Menschen ein angenehmer Katerkumpel sein.

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Da sitzt die kleine Simone (rechts) gemeinsam mit Minnie (rot-weiß, bereits vermittelt) gut versteckt in seiner Kratzbaumhöhle. Sie ist noch sehr schüchtern und bleibt lieber in ihrem sicheren Versteck, bis die großen, furchteinflößenden Menschen verschwunden sind.

Mit anderen Katzen versteht sich Simone prima, mit ihnen kann sie spielen, toben und kuscheln und einfach Katze sein, nur vor den großen menschlichen Zweibeinern hat sie schrecklich Angst. 

Für Simone wäre ein Platz auf einem Hof toll: ein warmer Schlafplatz im Stall, einem Schuppen oder einer Scheune, täglich gutes Futter, ein-zwei Artgenossen und ansonsten: Ruhe vor Menschen. Simone bedankt sich bestimmt, indem sie sich zu einer guten Mäusefängerin entwickelt.

Wir haben in der Vergangenheit schon oft die Erfahrung gemacht, dass selbst die panischsten Kätzchen doch irgendwann Anschluss zu ihrem Dosenöffner suchten und Vertrauen entwickelten. Wer weiß, vielleicht geschieht das hier auch.

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