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Freigänger 2

Billy wurde Ende April in Röckingen gefunden. Leider wurde nie nach ihm gesucht. Er ist etwa fünf Jahre alt und blieb Menschen gegenüber lange Zeit auf Abstand. Mittlerweile lässt er sich gut streicheln. Wenn es ruhig wird im Tierheim, streicht er schnurrend um unsere Beine und genießt es, gestreichelt zu werden. Dabei fängt er schnell an glücklich zu schnurren. Billy liebt es, wenn man ihm über den Rücken streicht, oder ihn am Bauch krault. Wenn man versucht, ihn hochzuheben, oder auf den Arm zu nehmen versucht er sofort, wieder herunter zu kommen – das mag er gar nicht. Mit den anderen Katzen in seinem Zimmer kommt er prima zurecht. Bei Vermittlungsversuchen klappte es im neuen Zuhause allerdings nicht mit anderen Katzen. Wir suchen jetzt einen Einzelplatz für ihn und hoffen, dass Billy nicht mehr allzulange bei uns bleiben muss – Kontakt zu Artgenossen kann er dann ja immer noch auf seinen Spaziergängen im Freien haben.

Wir suchen für ihn ein neues Zuhause bei Menschen mit Katzenerfahrung, in dem er sich langsam eingewöhnen und Vertrauen fassen kann. Ein warmer Schlafplatz, ein gut gefüllter Futterplatz und eine ehrliche Chance ist alles, was er für den Anfang braucht. Alles andere wird sich geben.

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Oskar kam als Fundkater nach einem Unfall zu uns. Ein Hinterbeinchen war gebrochen und es dauerte seine Zeit, bis er sich erholt hatte. Mittlerweile ist er wieder fit, läuft und springt herum und wartet darauf, dass ihm endlich jemand ein neues Zuhause schenkt. Doch leider sitzt er nun schon seit Wochen vorne in den Vermittlungszimmern und immer gehen die Leute an ihm vorbei. Warum wissen wir leider nicht. Vielleicht ist die Auswahl an Katzen im Moment einfach zu groß und Oskar einfach nicht aufdringlich genug, wenn Besucher kommen?

Oskar ist ein sehr lieber, zutraulicher und goldiger Kater und wird seinen neuen Dosenöffnern sicher ein toller Katzenkumpel werden. Er ist verspielt und unausgelastet im Tierheim. Er lässt sich gerne streicheln – hat aber momentan einfach noch nicht die Ruhe, sich lange streicheln zu lassen. Viel lieber würde er erst mal toben!

Oskar nimmt sein Umfeld aufmerksam wahr. Wenn er erst einmal ein neues Zuhause und damit mehr Bewegungsmöglichkeiten hat, wir der bestimmt auch ausgeglichener und kann es wieder genießen, lange gekrault zu werden.

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Olivia ist ein bildhübsches, aber extrem schüchternes Kätzchen. Sie beobachtet neugierig, was wir tun, möchte dabei aber nicht angefasst werden. Sie kennt es wahrscheinlich nicht anders. Am schönsten wäre für Olivia ein Zuhause mit anderen Katzen, in dem sie selbst mit entscheiden kann, ob und wann sie Menschen vertrauen kann und sich mal streicheln lässt. Das kann schnell gehen, das kann aber auch länger dauern – wirklich voraussagen kann man das leider nicht.

Denkbar wäre auch ein Zuhause, in dem sie in einem Schuppen, einem Stall, oder einer Scheune ein sicheres, warmes Plätzchen hat, regelmäßig Futter bekommt und ansonsten (erst mal) ihre Ruhe vor Menschen hat. Viele dieser scheuen Katzen fassen früher oder später Vertrauen zu ihren Menschen und werden zutraulich. Man braucht nur genug Geduld und Zeit.

Olivia versteht sich prima mit anderen Katzen. Sie ist noch jung und verspielt.

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Die kleine Fee ist nicht nur bildhübsch, sondern auch sehr zutraulich und anhänglich. Aber sie ist auch ein sehr sensibles Kätzchen, gerade was Umstellungen in ihrem Leben anbelangt. Der Umzug ins Tierheim war nicht einfach für sie. Kurze Zeit nachdem sie zu uns kam, durfte sie in eine Familie mit Kindern umziehen. Die Erwachsenen fand sie toll und sie kam gerne zum schmusen und kuscheln. Doch sobald die kleinen Kinder unterwegs waren (1 und 4 Jahre alt), wurde Fee unsichtbar und versteckte sich misstrauisch.

Fee ist ein tolles Kätzchen, aber es wäre einfacher für sie, wenn sie zu Menschen mit  Katzenerfahrung kommen würde und im neuen Zuhause entsprechend Zeit zur Eingewöhnung hätte. Sie braucht Menschen, die ihr Sicherheit und Ruhe vermitteln. Mit größeren Kindern im Teenageralter kommt sie bestimmt zurecht – nur kleine Kinder im Krabbel- und Grundschulalter sind ihr einfach nicht geheuer.

Das Tierheimleben – mit täglich fremden Menschen und zweimal in der Woche Tiervermittlung und damit verbunden noch mehr fremden Menschen – ist für Fee Stress pur. Wir mussten sie mittlerweile in einen ruhigeren Teil des Katzenhauses setzen, da sie vor lauter Stress nach den Vermittlungstagen Durchfall bekam.

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Clarence ist nun schon einige Zeit bei uns im Tierheim. Aus dem anfangs scheuen und ängstlichen Kater, der sich am liebsten außer Reichweite im entferntesten Eck versteckte und nur misstrauisch fauchte, ist mittlerweile ein richtiger Schmusekater geworden. Er brauchte wohl einfach nur etwas Zeit, um sich einzugewöhnen.

Clarence kommt gut mit den anderen Katzen in seinem Zimmer zurecht, sucht aber keinen Spiel- oder Schmusekumpel, sondern geht seine eigenen Wege. Er schmust und spielt sehr gerne und wartet gleich im ersten Zimmer im Katzenhaus auf seine neue Familie.