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Freigänger 1

Die schüchterne Amanda wurde im Juni 2021 geboren. Sie hat sich anfangs lieber in eine sichere Höhe zurückgezogen und nur misstrauisch heraus geschaut. Aktuell hält sie noch nichts davon gestreichelt oder gekrault zu werden – sie läuft sicherheitshalber lieber schnell davon, wenn ihr jemand zu nahe kommt. Andererseits ist sie sehr neugierig und muss gleich schauen, wenn sich irgendetwas in ihrem Zimmer tut. Amanda ist eine von den Katzen die wohl erst im neuen Zuhause zutraulich wird, wenn man ihr genug Zeit und Geduld schenkt. Im Moment liebt sie ihren Platz in einer Kratzbaumhöhle in der Nähe der Zimmertür – vor ein paar Monaten wäre das noch undenkbar gewesen. Dort liegt sie nun sehr nahe an den vorbeigehenden Menschen und beobachtet neugierig, was sich auf dem Flur im Katzenhaus so tut. Was auch neu ist: sie bleibt da, wenn man mit Leckerli ins Zimmer kommt. Anfassen ist zwar immer noch nicht drin, aber sie weicht nur wenig zurück und macht sich dann über die angebotenen Leckereien her.

Sie wird weiterhin Zeit brauchen um zahm zu werden und Vertrauen zu fassen, aber es geht Schritt für Schritt voran. Wir suchen ein ruhiges Zuhause ohne kleine Kinder für sie. Toll wäre es allerdings, wenn sie eine andere Katze zum Gefährten hätte, denn mit Artgenossen versteht sie sich nämlich prima.

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Gloria – ein bildhübsches Kätzchen – wenn man sie denn mal zu Gesicht bekommt, denn Gloria hält nicht viel von Menschen.

Sie ist eines der verwilderten Kätzchen, die mit ihrem Nachwuchs bei uns landeten. Sehr begeistert ist sie davon nicht – das sieht man ihr deutlich an.

Gloria ist scheu, extrem scheu. Menschen sieht sie als Bedrohung an. Sie wünscht sich ihre Freiheit wieder, aber wo ist ein Platz für sie?

Warme, sichere Schlafplätze, regelmäßig gutes Futter und den für sie nötigen Abstand zu Menschen – das suchen wir für Gloria.

Sie verträgt sich übrigens völlig problemlos und gut mit anderen Katzen. Angst hat sie nur vor Menschen.

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Heidi saß mit ihrem Nachwuchs im Garten ihrer Finder. Erst kam der kleine wilde Nachwuchs zu uns, dann die Mutter.

Heidi wollte von uns nichts wissen und hielt Abstand. In der ersten Zeit sah man das hübsche Kätzchen nicht, dass sie sich ein sicheres und für Menschen unerreichbares Versteck gefunden hatte. Umso erfreulicher ist es, dass sie nun doch so langsam kommt. Die Zeit, in der sie sich nur im Außenzwinger aufhielt, ist vorbei. Immer öfter schläft sie gemütlich in einem Körbchen oder auf einem Kratzbaum im warmen Innenbereich.

Ganz besonders freut es uns, dass sie zu unseren regelmäßigen Besuchern, die sich auch mal längere Zeit in ein Katzenzimmer setzen um mit den Tieren zu spielen oder sie zu streicheln, Kontakt aufnimmt. So schnuppert sie dann schonmal an Füßen und lässt sich zum Spiel animieren. Da ist deutlich noch mehr drin – aber bis Heidi ein zutrauliches Kätzchen wird, wird es viel Zeit brauchen.

Wer hat die entsprechende Geduld und das Vertrauen in die Zeit?

Heidi verträgt sich gut mit anderen Katzen, Angst hat sie nur vor Menschen.

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Roy hielt die Menschen in Aurach eine Zeit lang auf Trapp. Immer wieder wurde er gefährlich nah an Straßen gesichtet und ließ sich nicht einfangen. Kein Wunder – er vertraut den Menschen einfach nicht. Letztendlich siegte aber doch der Hunger und der arme Kerl kam in einer Katzenfall zu uns.

Anfangs plagten ihn Entzündungen im Maul und er konnte kaum essen, doch mit der Zeit erholte er sich. Seine Vorsicht Menschen gegenüber blieb. Auch heute noch verdrückt er sich gefährlich fauchend und brummend in eine Höhle, wenn wir sein Zimmer betreten. Doch gleichzeitig behält er uns neugierig im Blick – es könnte ja sein, dass ein Leckerchen für ihn dabei ist. Das kann er freilich erst essen, wenn wir wieder weg sind.

Mitte Januar 2023 musste Roy operiert werden. Er hatte einen Tumor im Rachen. Erstaunlicherweise erholte er sich sehr schnell und komplikationslos von dieser wirklich nicht einfachen Operation.

Tja – was für ein Zuhause wünscht sich Roy? Sicher eines, in dem er erst mal Abstand zu Menschen halten kann, bzw. in dem akzeptiert wird, dass er Zeit braucht. Er wünscht sich einen warmen Schlafplatz und regelmäßig gutes Futter. Er hat nicht mehr viele Zähne und leckeres Dosenfutter ist da doch einfacher, als der Mäusefang. Und wer weiß – vielleicht belohnt er unendliche Geduld und gutes Futter irgendwann damit, dass er doch wieder Vertrauen zu seinen Menschen fasst.

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Selma kam Anfang Oktober 2022 zu uns. Damals lebte sie mit ihrem Nachwuchs in einem leerstehenden Gebäude auf einem Kasernengelände. Gassigänger sahen durch eine Glastür die kleinen Katzenwelpen, zögerten nicht lange und brachten sie zu uns. Selma folgte einen Tag später – nachdem sie sich in einer Katzenfalle fangen ließ. Sie verteidigte ihre Welpen, wie kaum eine andere Katzenmutter, doch mittlerweile sind ihre Kleinen bereits vermittelt. Nun sucht auch Selma ein neues Zuhause und das ist im Moment ein kleine Herausforderung.

Selma ist kein zutrauliches Kätzchen. Sie hat wohl längere Zeit frei und auf sich allein gestellt gelebt und sich selbst versorgt. Menschen misstraut sie aktuell noch sehr. Andererseits beobachten wir auch, dass sie immer neugieriger wird. Sie beobachtet uns mittlerweile sehr neugierig interessiert und ihr Misstrauen nimmt ab. Noch ist Selma weit davon entfernt, sich anfassen oder streicheln zu lassen, aber mit Zeit und Geduld wird Selma bei katzenerfahrenen Menschen, die Verständnis für ihre Scheu haben,  früher oder später Vertrauen fassen.